Förderverein zur Erhaltung von St. Nikolai zu
Bauer in Wehrland e.V.



Aktuelles


Sterne gesucht

Deckenschmuck der Kirche Bauer sollen auf eine Postkarte – drei weitere Motive gesucht!

Sterne. Sie sind das Motiv der Weihnachtszeit, zieren Girlanden und Geschenkpapier. Dabei sind sie mehr, als bloße Dekoration. In den Kirchen stellten sie sozusagen die Botschafter des Himmels dar, zeigen ein Stück himmlisches Jerusalem. Und ein Postkarten-Quartett der Stiftung Denkmalschutz möchte nun einige von ihnen zeigen: von den Sternen in den Kirchen in Vorpommern oder Mecklenburg.


Von Christine Senkbeil

Niemand hat sie gezählt, die Sternlein, die unter den Kirchendächern Mecklenburg-Vorpommerns so stehen. „Es müssen Tausende sein“, sagt Birgit Berge.

Ein paar davon, genauer gesagt 115, hat „ihre“ Kirche in Bauer zwischen Wolgast und Lassan „abbekommen“. Sie zieren eine Sakramentsnische, die im Mittelalter neben dem Altar in die Kirchenwand eingefügt wurde.
Und eben diese Sterne sollen der Anlass für eine kleine Weihnachtspostkarten-Druckreihe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) werden. „Wir möchten ein Postkarten-Quartett mit Sternenmotiven aus vier von uns bereits geförderten Kirchen in MV herausgeben“, erklärt Gerlinde Thalheim von der DSD. Ausgehend von eben diesen Sternen in der kleinen Dorfkirche im Lassaner Winkel, deren Sakramentsnische nun mit Hilfe der Stiftung restauriert werden soll.
„Das freut uns als Gemeinde natürlich sehr“, sagt Birgit Berge vom Förderverein der Kirche. „Und nun suchen wir drei weitere Kirchen, die dabei sein könnten.“ Denn tatsächlich fehlt der große Überblick, wo all die Sternlein stehen. Auch die Liste der geförderten Projekte bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist ja nicht eben nach der Rubrik „Sternreparaturen“ geordnet – so dass es einfach wäre, von Seiten der Stiftung an die Kirchen­gemeinden heranzutreten. So hat Birgit Berge die Detektivarbeit auf sich genommen – und bittet um Mithilfe. „Natürlich gibt es sehr bekannte Sterne, so wie die vom Sternenhimmel Benz oder der Schlosskirche in Schwerin“, sagt sie. „Aber viele kennen wir nicht und wir dachten, es wäre eine schöne Gelegenheit, einmal ganz unscheinbare Kirchen am Wegesrand ins Licht zu holen.“

Sterne zeigen das himmlische Jerusalem

Darum ruft Berge also Leser dieses Artikels dazu auf, ihr Fotos von den Sternen zu schicken, die sie ja vielleicht in ihrer Kirche haben. Aus diesen Einsendungen wählen Förderverein und Stiftung dann ein zweites, drittes und viertes Postkartenmotiv aus. „Dann können Sie später Weihnachtspost mit Sternen aus der eigenen Kirche verschicken“, sagt sie.
Doch warum sind Sterne eigentlich so beliebt? „Das Sternenmotiv ist im Mittelalter für Deckengewölbe und Nischen tatsächlich weit verbreitet“, sagt Kunsthistorikerin Jutta Petri aus Rostock, die sich die Sakramentsnische in Bauer angeschaut hat. „Für das Reich Gottes hatte sich das Bild des Himmlischen Jerusalem eingeprägt. Die Sterne eröffnen eben dieses Assoziationsfeld: Himmel, Himmlisches Jerusalem, ewiges Leben im Reich Gottes – dies ist zu erreichen durch ein ­gottgefälliges Leben und die Achtung der Sakramente.“ Vermutet wird also, dass die Sterne so eine Art Botschafter vom hohen Himmel sind und uns hier unten schon ein kleines Stück vom himmlischen Jerusalem zeigen.
Die Sterne in Bauer erzählen uns auch ein Stück Kirchengeschichte. Denn sie gehören zu einer sogenannten Sakramentsnische – und die Frage taucht auf: Was ist das überhaupt? „Diese Nische wurde im Mittelalter nachträglich in die Chorwand hineingebrochen“, sagt die Referentin für Erwachsenenbildung in der Nordkirche. Wie eine Art Einbauschrank zog man dann 27 Zentimeter tief, 50 Zentimeter breit und einen Meter hoch Eichenholzbohlen ein, die bemalt wurden. „Die heute sichtbare Bemalung wurde wahrscheinlich in der Barockzeit erneuert“, erkennt die Spezialistin. Sakramentsnischen dienten der Aufbewahrung der Hostie, erläutert Petri weiter. Während der Kelch mit dem Abendmahlswein vom Priester ausgetrunken wurde, blieben die bereits geweihten Oblaten darin. So waren die wertvollen Dinge verschlossen, aber verfügbar, wenn der Priester das Sakrament bettlägerigen Kranken und Sterbenden nach Hause brachte.
Solche Nischen wurden vorwiegend im 14. Jahrhundert eingebaut, sagt sie, und vermutlich sind sie nicht erst mit der Reformation „aus der Mode“ gekommen. Das 15. Jahrhundert kenne dann zunehmend die Sakramentshäuschen. Nach Abschluss der Konfessionalisierung wurden die Gebetsnischen in den evangelischen Kirchen kaum mehr zur Aufbewahrung der Oblaten verwendet, wohl eher zum Abstellen verschiedenster Geräte.
Und der Sternenschmuck? Eine weit berühmtere Sakramentsnische befindet sich auf Gotland. Ihr Sternenhimmel sollte beim Betrachter eine himmlische Atmosphäre erzeugen, wenn sie sonntags für den Gottesdienst geöffnet wurde. Und vielleicht sollte ja auch hier der Himmel über Pommern sonntäglich zu einem kleinen „Himmel auf Erden“ werden.
Sie sollten also ihre Kirche noch einmal gründlich nach Sternen durchsuchen. „Es sollten gemalte Motive sein“, sagt Berge: „Vielleicht an der Decke oder am Altar. Bedingung ist allerdings, dass die Kirche bereits von der Stiftung Denkmalschutz gefördert wurde. Die Stiftung bezahlt den Druck, die Gemeinde wird am Gewinn beteiligt. In der monatlich erscheinenden Stiftungs-Zeitschrift „Monumente“ sowie im Online-Shop würden die Karten dann veröffentlicht und bestellbar sein.
Birgit Berge freut sich bereits auf den hoffentlich anstehenden Sternenhagel. „Ich bin gespannt, wo es überall Sterne gibt, die den Weg nach Bauer finden“, sagt sie. Unter den eingesendeten Zuschriften möchte ihr Förderverein außerdem einen Preis verlosen: „Zur Wahl stehen zwei Konzertkarten für eines unserer Sommerkonzerte, oder eine Übernachtung für zwei Personen in unserer Pilgerherberge.“ Und in der Kirchenzeitung werden ihre Sterne natürlich abgebildet!
Botschafter des Himmels können Ihre Sterne also auch heute wieder werden. Zumindest zur Weihnachtszeit – wenn sie Postkartengrüße in alle Welt bringen.

Sie haben Sterne in ihrer Kirche?
Ihre Kirche wurde bereits von der Stiftung Denkmalschutz gefördert?
Und die Sterne sollen auf eine Postkarte?

Bei dreimal „ja!“ senden Sie ein Foto mit dem Motiv per Post oder E-Mail an: Birgit Berge, Förderverein zur Erhaltung von St. Nikolai zu Bauer e.V., Lindenallee 12 in 17440 Bauer, berge.architekt@t-online.de. Oder an die Kirchenzeitung, in die Redaktion Greifswald.


Eindrücke vom Musical "WIND UND DER GEHEIME SOMMER"

Am 25. August wurde dieses Musical in unserer Kirche aufgeführt. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Antonia Michaelis.

Wir konnten uns über viele begeisterte Zuschauer freuen.

Informationen zu Antonia Michaelis und zum Buch finden Sie hier:   Antonia Michaelis: Wind und ein geheimer Sommer




































































Preis der Stiftung KiBa 2018


Urkunde der KiBa Bei gefühlten 30°C im Schatten und 40°C in der klassizistischen Festhalle vom Weimarer Schießhaus nahmen wir vor ca. 400 Leuten freudig unsere Urkunde entgegen.

Nun müssen wir nur noch „ein bisschen“ Antragsprozedere bewältigen, um unser Preisgeld umzusetzen. Was wir gerne auf uns nehmen, um zum Erhalt und der Nutzung unserer Kirchen beizutragen.



So ein Glücksfall!

Die gemeinsame Bewerbung unserer Dorfkirchen in Pinnow und Bauer um den „Preis der Stiftung KiBa1 2018“ wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet!

„Kirche in Szene setzen“
lautete das Motto des diesjährigen Wettbewerbs. Ausgezeichnet werden Kirchengemeinden, die ihre Kirchen gerade auch kirchen-distanzierten Besuchern „überzeugend und zeitgemäß“ erschließen.
„Nach wie vor besichtigen viele Menschen die Kirchen, fühlen sich aber immer häufiger unsicher in diesen ihnen fremd gewordenen Räumen“, sagt der Vorsitzende der Stiftung, Eckhart von Vietinghoff. „Theologische Motive und liturgische Funktionen verstehen sich nicht mehr von selbst. Daher suchen wir überzeugende Beispiele, in denen die geistliche Kraft des Kirchenraums einladend und qualitätvoll deutlich wird.“

Johannes Spanke, aus Pinnow, gab den Anstoß für unsere Teilnahme an diesem Wettbewerb. In der Regel bewerben sich die Kirchen einzeln, aber in unserem Fall wurde scheinbar eine Ausnahme gemacht. „Wir probieren es.“ meinte Hr. Spanke und offenbar überzeugte unser Tandemkonzept: Auch durch den Lassaner Winkel führt seit 2006 die wiederbelebte "Via baltica". Die restaurierten Dorfkirchen von Pinnow und Bauer mit den zugehörigen Pilgerherbergen haben zusätzliche Bedeutung erlangt als lebendige Kultur- und Ruhepunkte dieses regionalen Jakobsweges. Als Pilgerkirchen verbinden sie das Touristische mit dem dem Spirituellen und verweisen auf die europäische Weite des Christentums.

Unsere Freude über den gemeinsamen 2. Platz und die damit verbundenen 15.000 EURO ist sehr groß, denn es gab 57 weitere Bewerbungen um den deutschlandweit ausgeschriebenen Preis.

Am 9. Juni holen wir uns den Preis persönlich auf der KiBa Jahreshauptversammlung in Weimar, ab. Dort wird er uns feierlich überreicht. Eine symbolische Preisverleihung soll es dann auch hier zu Hause geben, am 23. Juni, um 11.00 Uhr in der Kirche St. Johannis Lassan. An diesem Tag findet vor allem auch die Vernissage II zu einer gemeinsamen deutsch-polnischen Ausstellung statt. Ebenso wird ganz offiziell von der Nordkirche der „Spirituelle Sommer in Pommern 2018“ eingeläutet.

Es gibt also drei wunderbare Anlässe zum Feiern für alle, die sich wünschen, dass unsere Region lebenswert ist und bleibt. Wir laden alle Interessierten und Engagierten herzlich dazu ein!

Weitere informationen unter:
www.stiftung-kiba.de
und
www.kirche-mv.de/KiBa-Preis-fuer-Pommersche-Pilgerkirche.9536.0.html





Spendenaktion

Plakat Spendenaktion Auf der Mitgliederversammlung im April 2016 hat der Förderverein eine Spendenaktion zugunsten der Barocken Deckenmalerei beschlossen.
Wir möchten weiteren Engeln zu einer "Auffrischung" verhelfen. Die Restaurierung eines Deckenfeldes kostet mehrere Tausend Euro.
Um die Finanzierung der Restaurierung anzukurbeln, sammeln wir gezielt Spenden für die Deckenmalerei "Engel".

Wir haben wunderschöne Kunstdruck Plakate von der Barocken Decke. Diese liegen auch in der Lassaner Kirche aus.

Plakat Spendenaktion